Die Einsamkeit des Adlers

Bewundert und beneidet
Herrscht der Adler in der Luft,
Ein Märchen ist sein Leben,
Eine Sage voll Romantik,
Denn einem nur ist er zu Diensten.

Von Tauben wird herausgefordert
Wer das Ur-Licht hört im Innern,
Im Herzen tief verborgen, 
Der wird zum Adler werden,
Wer erhört, was Tauben
Misshören. 

Und der größte Adlerjäger,
Es ist die Taube, die dem Adler
Sagt, er sei zu hochmütig,
Zu stolz und zu pompös,
O Narr! Der Adler ist 
Zu höherem bestimmt als du,
Wenn du als Taube nicht erhörst,
Was das Ur-Licht spricht zu dir,
Aus dem die Schöpfung war
Erschaffen.

Ein Adler, der misshört,
Wozu er ist bestimmt, misshandelt 
Seine eigne Seele. Das Verhalten
Von Geiern, wenn er‘s nachahmt, ist er nur
Ein Hochverräter seiner Herzbestimmung
Und foltert sich nur selbst, o Falkner!
Du bist Verräter, der die Sicherheit
Vortäuscht... warmes Haus und Nahrung
Täuschst du vor... o Nafs Emmare, du!

Hebt an die Flügel, Adler ihr,
Und lasst den Hohn, die Häme hinter euch,
Erhaben über unterirdsche Nahrung,
Sie schmeckt bloß viehischem Getier. 
Hebt euch hoch empor,
Wie Fabelwesen überirdisch,
Und bringt uns erbeutet
Die himmlische Nahrung;
Doch Adler ihr, kommt nur
Zuweilen auch hernieder 
Zu uns auf Erden, um
Von eurer Nahrung
Uns
Zu künden.

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