Freitagspoesie, die zweite

Freitagspoesie – jeden Freitag ein theologisches Gedicht. Heute von Fatih Sultan Mehmet und seinem Vater inspiriert.

Gesunde Blindheit

Lass die Liebe sie erblinden,
Damit sie blind wird für,
Für meine Fehler, meine Sünden,
Blind für meine Mängel…
Ich bitte Dich, o Herr!

Gedanke an al-Andalus

Erwähnt ein Wer nur Málaga,
Erstrahlen meine feuchten Augen!
Und geht es dann nach Granada…

Was uns verbindet

„Sich mit verstorbenen Vorfahren zu rühmen ist nichts weiter als Kohle für die Hölle. Entweder hören die Menschen damit auf oder sie werden auf einen noch niedereren Rang bei ­Allah fallen als der Maikäfer, der sich mit seiner Nase im Schmutz wälzt.“ – Muhammed (s)

Blindenhund

Er kann nicht sehen, Wohin er tritt, Sein Stock lediglich Zeigt es ihm an.

Schillers Werk: Schicksal und Freiheit

Schiller betreibt Ursachenforschung. Warum wurde der Dieb zum Dieb, warum der Verbrecher zum Verbrecher? Gerade heute ist dieser Gedanke brandaktuell. Der Glaube wird bei Terroristen für Untaten verantwortlich gemacht. Doch wieso fördert dieser Glaube in den Einen Liebe und stimmt sie zu den wundervollsten Gedichten und selbstlosesten Spenden, während andere ihre Morde damit rechtfertigen?

Novalis‘ Geburtstag

Frühe erlernt, dass geliebte Menschen verscheiden auch werden,
Warst du gerüstet für Kunst, fähig des tiefsten Gesangs.

Freitagsflügel – 10.04.2020

Es gibt Verstandesmenschen und Herzensmenschen und solche, die sowohl als auch sind. Es liegt jedem Menschen selbst überlassen, auf welche Weise er Allah, den Majestätischen, erkennen möchte. Der Verstand wäre das Mittel der Aufklärung und das Herz das Mittel der Stürmer und Dränger.