Kein Mewlana

Mewlana Rumi… Schems aus Täbris… Farazi… was versteh ich schon vom Lieben? – „Ich sehne mich nach einem Freund wie Schems,
Der mich bewässert mit dem Ziel: Ein Lenz!“

„Unser Yunus“

Ich hörte diese Verse zum ersten Mal, obwohl der Dichtername mir geläufig war. Wieso soll ich schweigen, wenn mich jemand beleidigt? Das ist doch dumm, sagte ich mir. Doch der Krämer fuhr fort: „Du bist doch Muslim. Weißt du nicht, wie wir mit Beleidigungen umgehen?“ Doch wer war „unser“ Yunus?

Moderner Widerspruch

Ich bin der Mensch nicht, der ich könnte sein.
Geht sagt’s der Welt: mein Herz ist noch nicht rein!

Schillers Werk: Schicksal und Freiheit

Schiller betreibt Ursachenforschung. Warum wurde der Dieb zum Dieb, warum der Verbrecher zum Verbrecher? Gerade heute ist dieser Gedanke brandaktuell. Der Glaube wird bei Terroristen für Untaten verantwortlich gemacht. Doch wieso fördert dieser Glaube in den Einen Liebe und stimmt sie zu den wundervollsten Gedichten und selbstlosesten Spenden, während andere ihre Morde damit rechtfertigen?

Warum Muslime Schiller lesen sollten

Wir sind in Deutschland. Und die Frage, die sich jeder Mensch von Verstand stellen muss, ist folgende: Was für eine Art von Wissen finde ich in Deutschland? Einen Höhepunkt bietet uns das damalige Weimar, in dem unter anderem Goethe, Schiller, Wieland und Herder wirkten. Genauer formuliert: Was kann ich von den Vertretern deutschen Kulturguts lernen? Muslime haben die Pflicht, der Gesellschaft, der sie angehören, nützlich zu sein.

Freitagsflügel – 17.04.2020

Das niedere Selbst gebietet das Böse. Wie sagt unser Novalis: „Die höchste Aufgabe der Bildung ist, sich seines transzendentalen Selbst zu bemächtigen, das Ich seines Ichs zugleich zu sein.“ Nichts anderes ist die Aufgabe, die Muhammed, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, seinen Gefährten und allen anderen Muslimen auftrug: Entwickle dein niederes Selbst hin zu einem würdigen und anmutigen Selbst.