Gedicht: Kein Mewlana

Gestern jährte sich Scheikh Rumis Todestag. Anlässlich dieses Jahrestages teile ich ein Gedicht, das ich schrieb vor 7 Jahren, im Jahr 2015. Ich war 24. Das Gedicht trägt den Titel: „Kein Mewlana“.

Ich sehne mich nach einem Freund wie Schems,
Doch ach, es fehlt mir die Intelligenz.
Nicht bin ich ein Mewlana, Fügsamkeit,
Sie fehlt mir; in mir Ichbezogenheit,
Sie macht mich immerzu zu einem Sklaven,
Umgibt mein Herz... Es zählt zu den Enklaven.

Ich sehne mich nach einem Freund wie Schems,
Der mich bewässert mit dem Ziel: Ein Lenz!
Ich bin nun einmal kein Mewlana, nein,
Ich lebe primitiver, zu gemein.
Ach ständig folge ich nur meinen Trieben,
Ein Sklave! was versteh' ich schon vom Lieben?

Ich sehne mich nach einem Freund wie Schems,
Doch ach, mir fehlt Mewlanas Exzellenz.
Mewlana nicht, zu unzivilisiert,
Der ohne Anstand bloß das Feuer schürt.
Der Anstandslose setzt die Welt in Flammen,
Nicht nur sich selbst, profund: Er schadet allen!

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