Flügelwind (39) – Engel im Leben

Mit dem Namen Allahs, des Lichts, des Erleuchtenden,

Rainer Maria Rilke setzte fort, was Goethe begann: Er führte die islamische Engelsvorstellung in die deutsche Geisteswelt ein. Lasst uns fortsetzen, was Rilke tat…

Muhammed, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, sprach: „Wer sich auf den Weg macht, um Wissen zu erwerben, über den breiten die Engel ihre Flügel aus. Die sich im Himmel und auf Erden befinden, gar die Fische im Wasser, bitten um Vergebung für den Strebenden.“

Sagt, sprecht Ihr denn, Engel, auch meinen Namen
Und kündet von mir schon auf euren Sternen,
Wo Lichter die Nacht erhellen, auf Bahnen
Des Himmels und Universen, so fernen?

Umhüllt Ihr mit Euren sanftigen Flügeln,
Beschützend mit heilig-göttlichem Segen
Mein Wesen auf diesen irdischen Hügeln,
Vertreter des Göttlichen, Ihr, im Leben…

Wenn eifernd nach Wissen Bibliotheken
Ich suche und Händler des Buchs mit Würde
Beehre auf meinen menschlichen Wegen;
Nicht Engel, nicht Tier: der Mensch trägt die Bürde.

Gebirge und Himmel und Erde lehnten
Die Bürde Gott willentlich zu vertreten
Bedächtig ab; und wir Menschen, wir wähnten
Uns klug; nun sind wir zu stolz um zu beten…

Lasst uns, o Menschengeschwister, sie rufen,
Die Engel, indem wir Ihn herzlich preisen,
Charaktervoll leben in Lebensstufen,
Das Ende der Früheren sehn auf Reisen

Und lasst die Präsenz der Engel uns tragen,
Es möge ihr Licht in unserm Benehmen
Erscheinen: wer kann Erschreckendes tragen,
Wer trägt die Bürde, dass Engel ihn zähmen?

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