Novalis und ich

Heute ist Novalis Geburtstag und ich sprach mit ihm…

Meines Herzens stille Schreie
Rufen stet nach dir, Novalis!
Deine Sicht auf dieses Leben
Ist, was mir hier fehlt in Deutschland.
Wenn die Tränen wieder fließen
Und ich mir den Tod ersehne,
Weißt nur du, was ich verspüre,
Wie‘s mir geht, weißt du alleine,
Hölderlin vielleicht – vermutlich,
Deutschland foltert seine Dichter.
Himmlisch sind die Nachtgefühle,
Und zu sterben ist kein Schrecken,
Leichen, lebende, sind Menschen,
Die, die Gottesglut verstecken,
Innewohnend allen Herzen,
Doch nur wer sich Gott zuwendet,
Ihm im Innersten gedenket,
Wird die Gottesglut befeuern
Und die deutschen Landen heilen.

Sag, wie konntest du nur gehen,
Und alleine mich hier lassen,
Hölderlin, er wurd gefoltert,
Sprich! Wo warst du nur, Novalis?!
Blüht mir nun dasselbe Schicksal,
Kalt und nüchtern, wie die Deutschen
Sind, oh, diese Philosophen,
Werden sie es denn je lernen,
Sich Gedichten hinzugeben,
Dem Gefühl des echten Menschseins?
Lassen sie sich je erheben,
Goethe gar ist dran gescheitert…
Zu politisch ist der Deutsche,
Wild und nüchtern, ich erwarte
Nicht zu viel und bin gefasst noch
Weniger zu finden. Dichter!
Lebt nun auf in mir, mit euren Kräften,
Tretet durch mich in Erscheinung,
Um gebündelt es zu wagen,
Dieses eine Mal noch wagen,
Und wenn nicht, lasst uns verschwinden,
Alle Wilden überwinden,
Die für Schönheit nicht entzünden,
Ach, romantisch schön ist Sterben,
Um ein edler Mensch zu werden…

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