Flügelschlag (17) – Was Anstand bedeutet

Mit dem Namen Allahs, des Barmherzigen, des Gütigen,

Europa hat Islam leider selten verstanden. Islam bedeutet das Leben durch und durch zu romantisieren! Alles mit Gott zu erfüllen! Die Arbeit, Sauberkeit, Zähne putzen, Geschlechtsakt, Bildung und gar Krieg – alles. Alles so zu tun, wie Gott es gestattet. Was Gott gefällt, das ist sittlich. Sittlich zu leben ist gottgefällig. Doch manchmal ist es Sitte „unsittlich“ zu sein. Sich innerhalb der Ehe seiner Lust begierlich hinzugeben ist kein Sittenverfall. Es gehört dazu. Das haben Christen zu lange nicht verstanden. Sich der lüsternen Hingabe jedoch unehelich anzunähern, das ist gottmissfällig.

Krieg ist absolut verboten! Doch wenn, dann nur so, dass er bestimmte Regeln nicht verletzt. Wut kann schlimme Folgen haben, deshalb: Werde nicht wütend, doch wenn du es wirst, so halte Maß. Das ist Islam, der Anstand Gott gegenüber. Islam ist die Kunst ein Gentleman, ein Galant zu werden: ein ritterlicher Mensch, ob Mann, ob Frau ist gleich. Earl of Chesterfield definiert: „Anstand ist zu tun, was schicklich ist und wo es schicklich ist.“

Scheikh Rumi sagt: „Der Koran ist von Anfang bis Ende ein Anstandsbuch.“ D.h., Allah lehrt uns, wann wir wie handeln sollen. Wer das kann, ist ein Verständiger, ein Faqih.

Wann soll ich nachsichtig sein? Fast immer. Wann wütend? Fast nie! Wann lüstern? Mit deinem Ehepartner! Wann zurückhaltend, wann rücksichtsvoll? Fast immer!

„Unsere Stufe ist die Liebe, unsere Methode ist der Anstand. Nicht wer an unsere Tür klopft, wer an unser Herz klopft, soll eintreten.“, lehrt Schams aus Täbris.

So verstehen Muslime Goethe: „Und so müssen wir denn wieder im Islam, (das heißt: in unbedingter Hingebung in den Willen Gottes) verharren, welches uns dann fernerhin nicht schwer sein wird, wenn es uns ein wenig glimpflicher geht als bisher.“ (an 29.07.1816 an Meyer)

Islam bedeutet den Anstand Gott gegenüber nicht zu verlieren. Nicht: was werden denn die Leute sagen, sondern: was wird denn Gott sagen?

Gott liebt das Gebet! Liebe ich es auch? Gott liebt das Fasten! Liebe ich es auch? Gott liebt die Ehe? Liebe ich sie auch? Gott liebt die Wissenschaft? Liebe ich sie auch?

Mögen wir Gott und möge Gott uns lieben. (Amin)

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