Auf den Tod des Meisters

Hat er dich nicht als Waise gefunden und Zuflucht gewährt? Hat er dich nicht als Irrenden gefunden und auf den rechten Weg geführt?

Koran, aus Sure 93
Allmählich breitet sich die Schwere aus,
Die deine Lücke hinterlässt,
Du kehrtest Heim, du gingst nach Haus
Und uns ist es ein Schattenfest…
Mein Meister, sprich, wenn such ich auf
Wenn Hass einprasselt und der Zorn
Mein Herz verdunkelt und vom Lebensborn
Entfernt und mich verwirrt und den Verstand
Zum Werkzeug macht in Teufelshand?

Die Liebe hat zu dir mich nie geblendet.
Sie hat Verstand, Vernunft und Sinn
Zurechtgerückt, mein Meister, mein Vertreter
Des letzten wissenden und liebenden
Propheten.

Ich bin mir selbst und bin der Welt verloren,
Wie soll sich diese Wunde jemals schließen,
Die Sehnsucht… die Meftunität…
Durch dich erst war ich doch geboren,
Meister, nein, von wem lern ich zu lieben nun?
Du hast nicht auf die Sünden geblickt,
Ich, der ich der sündigste von allen bin,
Meister, bitte drum, halt einen Platz
Als Kellner mir bereit, ich bitte dich,
Lass mich bewirten Euch, ich bitte dich,
Lass dies Bewerbung sein, ich bitte dich…

Du hast gefunden mich und aufgenommen,
Wer Gott ist, habe ich von dir vernommen.
O Bilal! Du, Bilal… und als er ging, schwiegst du…
Auch ich will schweigen, immer schweigen,
Doch sagte er zu mir: Mein Schüler, sprich!

Erschüttert ist das Himmelszelt
Und alle Berge dieser Welt
Erdbeben und erzittern nun vor Sehnen,
Aus meinem Herzen strömen Tränen,
Aus meinem Herzen strömen Tränen…

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