Über Rassismus im Mondschein

Nicht wichtig ist es, o Nevi, von wem du abstammst: / Erstrebe die Erkenntnis bis wahrhaftig Mensch du wirst.

(Nevi, osmanischer Poet, 1533-1599)
Ein Spaziergang, er ist meine Welt,
Im Mondschein, auf dem Fluss gespiegelt,
Dies ist, was mir das Herz zusammenhält,
Zu viel, zu viel wurd schon geklügelt…

Ich wusste schon zu oft, wie’s läuft
Und konnte urteiln, wie es ist,
Und wusste ganz genau wie jeder
In Wirklichkeit im Innern ist…

So schlau war ich, ich bin‘s nicht mehr,
Ich will es nie mehr sein, o Herr!
So klug zu sein ist eine Last,
Solch Kluger ist es, er verpasst

Die Menschen zu erkennen und 
Zu lernen, was den Fremden antreibt,
Er ist ja gar nicht mehr so fremd,
Ist gar, ein Freund, o Gott! kann‘s sein?!

Das Leben und der Mondschein, Herr!
Ist voll Magie, wenn ich verlerne,
Was ich so alles weiß, welch Heer
Der Emotionen, die mich wärmen…

Die Haut ist nichts, die Religion,
Ein Stückchen Tuch, was ist das bloß?
Ist Lieben erstmal Tradition,
Ist, was uns trennt so klein und groß

Ist, was uns bindet, was uns eint,
Zu fühlen, was es heißt ein Mensch
Zu sein, der lacht und manchmal weint,
Zu sein, zu reifen ist der Wunsch,

Der sich mir spiegelt, dieser Fluss,
Der Mond, die Nacht und die Laternen –
Ein Mensch zu sein ist ein Genuss,
Ein Mensch, der aufblickt zu den Sternen… 

Nicht wichtig ist es, o Nevi, von wem du abstammst: / Erstrebe die Erkenntnis bis wahrhaftig Mensch du wirst.

(Nevi, osmanischer Poet, 1533-1599)

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