Freitagspoesie: Einheit des Seins

Momentan beschäftige ich mich mit dem deutschen Dichter Friedrich Hölderlin. Höderlin schrieb: „Eins zu sein mit allem, das ist Leben der Gottheit, das ist der Himmel des Menschen.“ Wer diese Einheit fühlt, wird weinen über den Zustand der Menschheit. Es fühlt nur, wer sein Ich beiseiteräumt und erfüllt ist vom Göttlichen. Solang das Ich sich selbst nicht nichtigt, wird das Göttliche uns Menschen nicht erfüllen.

Tränen entströmen dann den Augen wenn Herzen
Mutig entwurden, berührt von Lichterwesen;
O Mensch, der du nichts ahnst,
Dies ist das Wirken Allahs, Der Leben dir gibt.

Leben, es ward zuteil mir, als ich die Worte
Mutig geschrieben vernahm, o Herr! Dein Diener,
Dein Hölderlin, er strömt:
Liebende geben der Welt den herzlichen Wert.

Einheit des Seins verkündend lehrte Dein Diener
Fülle des göttlichen Feuers zu verspüren,
Die Vielheit löste sich:
Einheit zu fühlen, es heißt befremdlich zu sein. 

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