Freitagspoesie: Deutscher Islam

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Den berauschendsten Lebensgenuss hat hier Goethe in Verse gebracht, und diese sind so leicht, so glücklich, so hingehaucht, so ätherisch, daß man sich wundert, wie dergleichen in deutscher Sprache möglich war.

Heinrich Heine: Die romatische Schule, über Goethes Diwan
Und wenn es an Gebeten mangelt,
Da mag das Leben noch so sehr
Gefüllt von Künsten sein, gedrängelt,
Es bleibt, wenn Allah fehlt, tumbleer.
Doch fehlen Künste, wird‘s zu schwer,
Es übermannt die Religion,
Tyrannisch wirkt und scheint der Herr,
Zu lieben ist doch Sein Axiom.
Zu beten und zu fasten drückt
Des Menschen Liebe aus, Geschwister!
Durch Kunst und Worte ausgeschmückt,
Mit Lebensart, nicht als Philister...
Das ist's, woran es Deutschland mangelt,
Am leichten Ton, an Lebensart;
Ein Volk, das mit dem Tiefsinn äugelt,
Benötigt leichte Ausdrucksart.

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