Farazi: An den Mond

am
Wolkenlose Nacht, o Himmel!
Bietest ihn so prächtig dar –
Die Erleuchtung, welcher Schimmer,
Mond! Den ich so niemals sah!

Hast du nach so vielen Jahren
Dich denn plötzlich auch verändert?
Oder ich, einst unerfahren,
Habe ich mich nun verwandelt?

Kann ich, was du bist, nun sehen,
Aus dir schöpfen, o Erleuchtung!
Kann ich diese Welt verdrehen
Und erwecken aus der Täuschung?

Dieser Mond, den einst schon Goethe
Sah, ihm von Millennien kundtat,
Sprach von einer Morgenröte –
Kündend uns in deutscher Mundart!

Jeden Tag sprichst du, o Mond!
Mit den Wesen auf der Erde:
„Was in deinem Innern thront,
Ragt weit höher als die Berge!

Die Bemühungen, sie führen
Dich in dich, den Mond in dir,
Jedes Herz wirst du berühren,
Mehr als Shakespeares König Lear!“

Mondgesang, o Seelenschimmer,
Herzerscheinung du, des Himmels!
Mehre in mir deinen Flimmer
Und befreie uns der Fimmel...!

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