Die heuchlerische Welt

am
Du flirtest und du lächelst mich so an –
Du bist und bleibst die heuchlerische Welt,
Du ziehst betörend mich in deinen Bann:
Du bist und bleibst die heuchlerische Welt!

Mal bist du Frau, mal Mann, mal Kind, mal Geld,
Du sagst, dass meine Art dir sehr gefällt,
Du sagst, dass mein Verstand die Welt erhellt:
Du bist und bleibst die heuchlerische Welt!

Denn Worte sind ja dein Bestechungsgeld,
Versklavend die, die Schmeicheleien traun;
Am Morgengrauen erst seh ich das Grau‘n –
Du bist und bleibst die heuchlerische Welt!

Das Aussehn meines Körpers ehrst du sehr,
Mein Herz missachtest du und es verkommt,
Den Augen soll ich dienen nur... o Herr!
Du bist und bleibst die heuchlerische Welt!

Mein Herz wird, dien ich dir, so stark entstellt:
Ich soll nach Likes, willst du, beständig jagen,
Das Schöne, meinen Herrn, soll ich verraten –
Du bist und bleibst die heuchlerische Welt!

Gefallen soll ich allen, nur nicht mir,
Nicht Wahrem, nein! den Menschen soll ich dienen...
Du willst mich bloß zum willenlosen Tier –
Du bist und bleibst die heuchlerische Welt!

Hinfort die Ketten, ich zerreiße sie
Und nehme Schmach in Kauf. Es dringt Genie
In mich. Ich weiß, was Allah wohlgefällt:
Du bist und bleibst die heuchlerische Welt!

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