Das Offene

Komm! ins Offene, Freund!

Friedrich Hölderlin: Der Gang aufs Land. An Landauer.
Als ich ins Offene kam, in diese befremdliche Welt,
Spürte mein Herz wie Allah das Dasein zusammenhält.
Würdige Weise wiesen Wissensbegierliche Heim:
Aus den weiten des Alls zurück hin zum inneren Reim.

Mauern aus Zornmut versperren Pfade des seelischen Heils:
Herzlich zu sein missglückt durch Abschuss des achtlosen Pfeils.
Pfeile mit Balsam umwickelt, befördern Gesundheit und Wohl,
Brechen nicht Herzen, indes im Herz das gemeine Idol.

Herzlich zu sprechen ist schön, wenn Schmuck sich im Herzen befindet:
Neigung zum Schönen besitzt, wer den Schiefblick überwindet.
Offenes fördert den Fluss der Gedankengemütsgefühle
Und das Geschlossene bringt die Gemüter des Herzens zum Kühlen.

Als ich ins Offene kam, in dieses Wunder von Welt,
Hat sich das Dasein entwickelnd gewandelt, es hat sich erhellt.

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